Ausrüstung:

  • Sturmhaube
  • Tiefschutz
  • MMA Faustschützer
  • Schutzhelm mit Gitter
  • Trainingsmesser
  • Taktische Taschenlampe
  • Zahnschutz
  • Schienbeinschoner

Combat 8 [Plus] ist ein System zur Selbstverteidigung welches auch Survival Training beinhaltet. Anders als beim Muay Thai, trainiert diese Gruppe zusätzlich mit Waffen und Techniken aus Karate, Ninjutsu, Krav Combatives und Kick Boxen. Obwohl viele Kampfsportarten ihren Einfluss auf das Training nehmen, wird versucht mit möglichst wenig Techniken auszukommen.
Diese Tatsache macht das Combat 8[Plus] System relativ stressresistent in Gefahrensituationen und einfach zu erlernen, was im Verteidigungsfall auf der Straße von besonderer Bedeutung ist.
Eine Gefahrensituation erst einmal zu erkennen, ist dabei noch viel wichtiger, als die technischen Fähigkeiten. Wachsamkeit und der Wille zum Sieg stehen in der Verteidigung an erster Stelle. Mit dieser Einstellung ist es schon wesentlich unwahrscheinlicher, dass man angegriffen wird. Die meissten Täter sind feige und suchen sich Opfer und keine Gegner.
Die technischen Fähigkeiten können also noch so gut sein, wer nicht wachsam ist und ein gewisses Selbstbewusstsein ausstrahlt, der verliert gegen einen skrupellosen Angreifer allein schon, weil er Angreifer ist.

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, wenn man völlig überascht in eine Situation gerät, in der es um Leib und Leben gehen kann, dann braucht man einen Moment um sich zu fassen und auf ¨Kampfmodus¨zu stellen und das obwohl ich ein geübter Kampfsportler bin.
Meine Schlüsse habe ich aus gewissen Zusammenstößen gezogen und gehe heute mit einer anderen Wahrnehmung durch die Welt.
Jeder kann sich auf solche Situationen vorbereiten, ohne dabei paranoid zu werden.
Das Training in der Combat8 Defence Einheit setzt genau hier den Schwerpunkt.
Szenario Training, wie es auch bei Polizei und Militär praktiziert wird, ist bei uns die Probe auf Effektivität von Techniken und Stressresistenz der Trainierenden. In unserem Dojo in der Fitness Tenne, lassen sich diese Szenarien mit vielen verschiedenen Varianten üben.
Die zuvor konditionierten Abwehr- und Zugriffstechniken im Rahmen der Selbstverteidigung werden auf die Probe gestellt.
Der Faktor Stress sollte dabei immer mit einfließen, um wenigstens ansatzweise eine Selbstverteidigungssituation zu simulieren.
Dazu bedarf es entsprechender Aktionen der Trainingspartner und Hilfsmittel.
Stress erzeugende Geräusche, Blitzlicht, räumlich beengte Verhältnisse und/ oder Hindernisse.
Wenn dabei zusätzlich noch komplexe Aufgaben bewältigt werden müssen, wird es für viele schon deutlich schwieriger, dass zuvor Erlernte umzusetzen.
Die zu gebrauchenden Kampftechniken sollten einfach sein, da die Feinmotorik in  Gefahrensituationen aussetzt. Zudem müssen die Techniken und deren eingesetzte Intensität im Verhältnis zur Bedrohungslage stehen. Die Verhältnismäßigkeit muss gewahrt sein. Wenn sich bei einer Auseinandersetzung oder einem Überfall der Agressor mit einem Messer oder einer anderen Hieb- oder Stichwaffe bewaffnet, so ist davon auszugehen, dass er bereit ist diese gegen Menschen einzusetzen.
Diese Situation gilt es zu erkennen, damit anschließend der Angreifer so schnell wie möglich kampfunfähig gemacht werden kann. Gerade das Erkennen des Gefahrenpotentials erweist sich als schwierig.
Es klingt einfach, aber dass ist es nicht, wenn man in seine alltäglichen Aufgaben vertieft ist und nicht auf Kampf eingestellt ist wie im Training. Wenn dann ein unerwarteter Angriff erfolgt, herrscht meist ein Ungleichgewicht der Kampfstärke zu Gunsten des Angreifers. Der Überraschungseffekt ist oft entscheidend.
Opfer von Übergriffen berichten immer wieder, dass es alles so schnell ging, völlig unerwartet und aus dem Nichts. Also, ändert Eure Gewohnheiten und spielt nicht nur mit dem Handy, wenn ihr durch die Straßen geht. Beobachtet, seid wachsam.
Schaut euch die Leute an die euch umgeben und versucht taktisch klug vorzugehen, wenn ihr in die U-Bahn steigt, einen Raum mit unbekannten Leuten betretet oder durch eine schlecht beleuchtete Straße müsst. Eine besonders große Herausforderung ist es, einen Messerangriff zu erkennen und abzuwehren.
Das Problem dabei ist, dass es keiner besonderen Kenntnisse bedarf ein Messer gegen eine Person schädlich einzusetzen. Messer sind leicht in Hosen- oder Jackentasche zu verstecken und können bei den heute weit verbreiteten Einhandmessern unbemerkt und lautlos gezogen werden. Bis zu einer gewissen Klingenlänge ist der Besitz sowie das Tragen einiger Messerarten legal.
Im Training sollte besonders bei der Verteidigung gegen Messer darauf geachtet werden, den Angriff so früh wie möglich zu erkennen und schnell zu reagieren. Jedem muss dabei die tatsächliche Gefahr bewusst gemacht werden, auch denen, die gute Kampfsportkenntnisse besitzen.Sowohl für Sicherheitskräfte, als auch für Zivilpersonen gilt es den Selbstschutz durch verbesserte Wahrnehmung  zu optimieren.
Taktisches Verhalten und Gefahrenerkennung sind mindestens genauso wichtig wie die Kampfausbildung selbst.